Feto Natur – fermentierter Tofu in bio und vegan + Rezept zum selbermachen
So einfach geht die Fermentation zu Hause
Feto Natur ist ein fermentierter Bio-Tofu, den der Hersteller Taifun mit veganen Kulturen herstellt. Er schmeckt fein-säuerlich und fein-salzig, erinnert damit an Feta und ist vollständig pflanzlich. Du kannst ihn kalt im Salat essen oder warm überbacken. Hier erfährst du, was drinsteckt, wie er schmeckt, wie du ihn verwendest und wie du ein ähnliches Produkt selbst herstellst.
Was ist Feto Natur?
Feto ist ein Tofu, der nach der Gerinnung zusätzlich mit veganen Kulturen fermentiert wird. Der Name erinnert an Feta, denn Geschmack und Einsatzmöglichkeiten sind ähnlich. Fermentierte Sojaprodukte wie Tempeh oder Natto kennt man in Asien seit Jahrhunderten. Feto ist eine europäische Interpretation: Der Naturtofu wird mit veganen Kulturen fermentiert, was ihm eine fein-säuerliche Note gibt.
Taifun stellt Feto Natur her, die Taifun-Tofu GmbH sitzt in Freiburg. Du findest ihn im Kühlregal. Laut Hersteller ist Taifun-Tofu insgesamt in zahlreichen Naturkostläden, Bio-Märkten und Reformhäusern sowie in vielen Edeka-, Rewe-, tegut-, Globus- und Kaufland-Märkten erhältlich. Ob dein Markt gerade Feto führt, fragst du am besten vor Ort nach. Auf der Packung steht, dass du ihn gekühlt bei 2 bis 7 °C lagern sollst.
Welche Zutaten enthält Feto Natur?
Die Zutatenliste ist kurz. Laut Herstellerangabe (Stand: Oktober 2026) besteht Feto Natur aus:
Sojabohnen (62 %, aus biologischem Anbau)
Wasser
Meersalz
Rübenzucker (aus biologischem Anbau)
Fermentationskulturen
Gerinnungsmittel: Magnesiumchlorid und Calciumsulfat
Magnesiumchlorid (Nigari) und Calciumsulfat sind klassische Gerinnungsmittel der Tofu-Herstellung. Trotz des Rübenzuckers in der Zutatenliste liegt der Zuckergehalt im fertigen Produkt laut Nährwertangabe unter 0,5 g pro 100 g.
Wie schmeckt Feto?
Taifun beschreibt den Geschmack als fein-säuerlich ausgewogen. Die Säure entsteht durch die Fermentation. Der Hersteller empfiehlt Feto als Einstieg für Tofu-Neulinge, weil er mit seinem fein-salzigen Geschmack kaum weitere Würzung braucht.
Kalt oder warm: Was passt besser?
Laut Hersteller lässt sich Feto kalt oder warm genießen. Kalt passt er zu Salaten, kalten Platten und aufs Brot, zum Beispiel mit Melone. Warm kannst du ihn anbraten, im Ofen überbacken oder zu warmen Gerichten geben. Nach unserer Erfahrung wird er beim Erhitzen weicher und die Säure tritt etwas zurück.
Das Besondere an Feto ist die Fermentation mit Kulturen. Taifun nennt in der Zutatenliste „Fermentationskulturen“ und schreibt, dass FETO kalt oder warm schmeckt. Ob die Kulturen im Produkt noch lebendig sind und was Hitze mit ihnen macht, erklärt der Hersteller auf der Produktseite nicht. Als allgemeine Erfahrung gilt: Beim Anbraten oder Überbacken sterben Kulturen ab, weil sie Hitze nicht überstehen. Wer den Kulturen-Effekt möchte, isst Feto deshalb am besten kalt, zum Beispiel im Salat, als Aufstrich oder pur aufs Brot. Der Geschmack bleibt auch beim Erhitzen fein-säuerlich, nur die Kulturen sind dann nicht mehr aktiv.
Ist Feto ein veganer Feta?
Feto ist keine Kopie von Feta, sondern eine eigenständige pflanzliche Alternative. Die säuerliche Note erinnert an griechischen Feta. Den typischen Schafskäsegeschmack hat er nicht. Dafür kommt er ohne tierische Zutaten aus.
Wie gesund ist Feto? Nährwerte im Überblick
Feto Natur liefert viel Eiweiß bei moderatem Fettgehalt. Laut Hersteller enthalten 100 g (Stand: Oktober 2026):
Energie: 611 kJ (146 kcal)
Fett: 8,1 g, davon gesättigte Fettsäuren 1,3 g
Kohlenhydrate: 2,0 g, davon Zucker unter 0,5 g
Eiweiß: 16 g
Salz: 1,4 g
Soja enthält alle essenziellen Aminosäuren und ist deshalb eine gute pflanzliche Eiweißquelle. Wie alle pflanzlichen Lebensmittel enthält Feto kein Cholesterin. Beachte den Salzgehalt: Mit 1,4 g pro 100 g ist Feto würzig, oft reicht eine kleine Menge.
Feto selber machen: Rezept für Zuhause
Ein ähnliches Produkt kannst du selbst herstellen. Das Ergebnis schmeckt anders als das gekaufte Original, denn der Hersteller arbeitet mit eigenen Kulturen unter kontrollierten Bedingungen. Der Tofu wird hier mit veganem Joghurt mariniert und fermentiert. Die Zeit- und Temperaturangaben sind Erfahrungswerte und nicht wissenschaftlich belegt, sie hängen stark vom verwendeten Joghurt ab.
Zutaten für etwa 400 g
400 g fester Naturtofu (Bio-Qualität empfohlen)
3 EL ungesüßter veganer Joghurt mit lebenden Kulturen
1,5 TL Meersalz
1 TL Zitronensaft
1/2 TL Apfelessig
Optional: 1 Prise Zucker als Nahrung für die Kulturen
Separate Starterkulturen brauchst du nicht. Achte beim veganen Joghurt darauf, dass auf der Packung lebende Kulturen angegeben sind.
Zubereitung Schritt für Schritt
Tofu vorbereiten: Tofu gut abtropfen lassen, in ein sauberes Küchentuch wickeln und etwa 30 Minuten mit einem Teller oder Brett beschweren. So verliert er überschüssige Flüssigkeit. Wer auf Nummer sicher gehen will, überbrüht den Tofu vorher kurz mit kochendem Wasser und lässt ihn abkühlen.
Marinade anrühren: Joghurt mit Zitronensaft, Apfelessig und Salz glatt verrühren.
Tofu marinieren: Den gepressten Tofu in zwei flache Scheiben oder mehrere Würfel schneiden, in eine saubere Glas- oder Keramikschale legen und von allen Seiten mit der Joghurtmischung bestreichen.
Fermentation starten: Die Schale mit einem sauberen Tuch oder Deckel abdecken, nicht luftdicht verschließen. An einen warmen Ort stellen, nach unserer Erfahrung bei etwa 22 bis 28 °C.
Fermentieren lassen: Erfahrungsgemäß 12 bis 24 Stunden ruhen lassen. Je länger, desto säuerlicher. Zwischendurch probieren, um deinen Geschmack zu treffen.
Einlegen: 2 TL Salz in 500 ml Wasser lösen. Den Tofu in ein sauberes Einmachglas legen und mit der Lake bedecken. Wer mag, gibt Kräuter wie Oregano, Thymian oder Pfefferkörner dazu. Anschließend kühl stellen.
Tipps für das Gelingen und Hygienehinweis
Nimm festen Naturtofu. Seidentofu ist zu weich und zerfällt. Arbeite sauber: Gefäße und Utensilien sollten gründlich gereinigt oder heiß ausgespült sein, damit keine unerwünschten Keime die Fermentation stören. Tofu ist ein leicht verderbliches Lebensmittel und das Rezept hält ihn bewusst viele Stunden bei Raumtemperatur. Riecht der Tofu danach unangenehm, hat er eine schmierige Oberfläche oder Schimmel, wirf ihn weg. Bewahre den fertigen Feto im Kühlschrank vollständig mit Lake bedeckt auf und verbrauche ihn innerhalb weniger Tage. Für Schwangere, Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Menschen ist ein selbst fermentiertes Produkt nicht zu empfehlen.
Wie wird Feto gegessen und zubereitet?
Feto passt in fast jedes Rezept, in dem sonst Feta steckt.
Salat mit Melone
Ein Klassiker, den auch der Hersteller empfiehlt: Reife Honigmelone in Würfel schneiden, mit gewürfeltem Feto mischen, frische Minze und einen Spritzer Limettensaft dazugeben. Die süße Melone und der säuerlich-salzige Feto ergänzen sich, und der Salat steht in wenigen Minuten auf dem Tisch.
Weitere Ideen
Griechischer Salat: mit Tomaten, Gurke, Oliven, Zwiebeln, Olivenöl und Oregano.
Überbacken: in Scheiben auf Gemüseaufläufe oder Pizza legen. Er wird weich und leicht gebräunt.
Mariniert: in Würfeln in Olivenöl mit Kräutern, Knoblauch und Chiliflocken einlegen, ein Antipasti nach ein paar Stunden.
Dips und Aufstriche: mit dem Mixer pürieren, so schlägt es auch der Hersteller vor.
Wraps und Sandwiches: zerkrümelt, zum Beispiel mit Hummus und Gemüse.
Pasta: über die fertige Pasta gestreut für Salzigkeit und Frische.
Allergene und Hinweise
Feto enthält Soja. Laut Hersteller kann er Spuren von Gluten, Mandeln, Sellerie, Sesam und Weizen enthalten (Stand: Oktober 2026). Diese Hinweise beziehen sich auf mögliche Kreuzkontaminationen in der Produktion, nicht auf die Rezeptur. Bei Zöliakie oder Allergien gegen diese Stoffe lies bitte immer die aktuelle Packung oder frage beim Hersteller nach.
Lagere Feto gekühlt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Packung. Nach dem Öffnen bewahrst du ihn in der Lake auf und verbrauchst ihn zügig. Hat er keine Lake mehr, hilft leicht gesalzenes Wasser. Riecht er ungewöhnlich oder fühlt sich schmierig an, isst du ihn nicht mehr.
FAQ: Häufige Fragen zu Feto Natur
Was ist der Unterschied zwischen Feto und normalem Tofu?
Feto durchläuft nach der Herstellung zusätzlich eine Fermentation mit veganen Kulturen. Dadurch schmeckt er fein-säuerlich, während Naturtofu neutral schmeckt.
Ist Feto Natur vegan?
Ja. Die Zutaten sind pflanzlich, auch die Fermentationskulturen. Auf der Zutatenliste stehen ausschließlich pflanzliche Zutaten, und Taifun fermentiert den Tofu laut Hersteller mit veganen Kulturen.
Kann ich Feto erhitzen?
Ja. Der Hersteller nennt ihn ausdrücklich für kalte und warme Gerichte. Er eignet sich zum Überbacken auf Pizza oder Aufläufen und zum Anbraten in der Pfanne. Wichtig zu wissen: Das Besondere an Feto ist die Fermentation mit Kulturen. Nach allgemeiner Erfahrung bleiben Kulturen beim Erhitzen nicht aktiv. Wer den Kulturen-Effekt möchte, isst Feto kalt. Eine Aussage des Herstellers dazu gibt es nicht.
Kann ich Feto selber machen?
Ja, mit festem Naturtofu, veganem Joghurt mit lebenden Kulturen, Salz und etwas Säure. Der Tofu wird mit der Joghurtmischung bestrichen, fermentiert und anschließend in Salzlake eingelegt. Das Ergebnis ist dem gekauften Feto ähnlich, aber nicht identisch. Beachte den Hygienehinweis im Rezept.
Ist Feto für Allergikerinnen und Allergiker geeignet?
Feto enthält Soja. Der Hersteller weist außerdem auf mögliche Spuren verschiedener Allergene hin. Wer darauf reagiert, sollte vor dem Kauf die Packung prüfen.
Fazit: Für wen lohnt sich Feto Natur?
Feto Natur ist mehr als ein weiteres veganes Ersatzprodukt. Die säuerliche Note durch die veganen Kulturen, die kurze Zutatenliste mit Bio-Soja und die vielen Einsatzmöglichkeiten machen ihn zu einer guten Wahl für alle, die Feta ersetzen oder einfach etwas Neues probieren möchten. Ein perfekter Feta-Ersatz ist er nicht, denn der Schafskäsegeschmack fehlt. Als eigenständiges fermentiertes Sojaprodukt funktioniert er in vielen Rezepten sehr gut, ob im Melonensalat oder pur aufs Brot.
Quellen
Taifun-Tofu GmbH: FETO, Zutaten und Nährwerte
Taifun-Tofu GmbH: Wo kann ich Taifun Tofu kaufen?